Es ist Zeit, ein Gewächs vorzustellen, das mich fasziniert, seit wir unterwegs sind, und sowohl auf Neuseeland als auch auf Hawaii zu finden ist: tree ferns (vulgo: ausrollender Farn). Ich wollte auf keinen Fall aus Neuseeland wegfahren, ohne einen fotografiert zu haben und tatsächlich bin ich über ein Exemplar gestolpert und war überglücklich.

OK, es ist kein tree fern, wächst eigentlich nicht höher als bis zum Knie, aber er rollt sich aus. Es gibt ihn auch in größer:

Dann kam lange Zeit nichts mehr. Bis ich in den Wellington Botanical Gardens spazieren war und unvermutet diese Schneckenkugel entdecket habe.

Wie erstaunt war ich, als wir auf Hawaii durch ganze Farnwälder spaziert sind. Ich bin im ausrollende-Farne-Paradies. Und hier gibt es allerhand verschiedene Arten. Zum Beispiel diesen hier (das Foto hat Lennard gemacht):

Kaum zu glauben, dass er mal so angefangen hat:

Auf dem Markt kann man die Schösslinge sogar in Bündeln wie Spargel kaufen. Sie scheinen besonders gut in der Nähe von schwefeligen Gaswolken, oft in der Nähe eines Vulkans, zu gedeihen. Wie sie wohl schmecken?
Und dann ist da noch der König der Farne.

Er heißt hapuu und die als “goldene Wolle” bezeichneten Haare heißen pulu. Im 19. Jhdt. hat ein Startup-Gescheitle das große Geschäft darin gewittert, aus der Wolle Kissen- und Matratzenfülllungen herzustellen und mitten in den Urwald und in das vulkanisch aktive Gebiet eine Fabrik gesetzt. Die Wolle ist wirklich samtweich, hat aber die schlechte Angewohnheit, nach max. 2 Jahren zu Staub zu zerfallen. Die Überreste der Fabrik sind am Rande einer 8-Meilen-Wanderung in die wuchernde Wildnis zu besuchen.
Die Wolle dient als Schutz gegen Austrocknung – etwas, das der neuseeländische Kollege wohl nicht mehr nötig hat…

to be continued…
