Bagni della Regina Giovanna

Unser erster Ausflug führt uns auf eine kleine Wanderung zu einer Badestelle in der Nähe von Sorrent.

Wir setzen uns also in die Circumvesuviana und tuckern den Rest des Golfs von Neapel entlang Richtung Süden über Castellamare di Stabia, Vico Equense und durch diverse Tunnel weiter über Meta, San Agnello bis Sorrento. Es ist voll und dauert aufgrund der eingleisigen Abschnitte ewig, weil immer wieder entgegenkommende Züge abgewartet werden müssen. Durch die geöffneten Fenster kommt glücklicherweise konstant Frischluft in den mit Touristen vollgepackten Zug.

Um zum Startpunkt unserer Wanderung zu gelangen, müssen wir Sorrento einmal auf seiner Hauptachse durchqueren. Als wir endlich die Hauptstraße verlassen und auf eine ruhige Nebenstraße abzweigen dürfen, sind wir schon ordentlich gerädert von den Menschenmassen, Mofas und dem Verkehr, der sich durch die Straßen wälzt, kombiniert mit dem Lärm der Motoren und der Hitze. Puff.

Sorrento

Aber nun wird es ruhig und zauberhaft. Wir wandern auf kleinen Wegen und Sträßelchen dahin, die Hauptstraße und der Trubel ein fernes Rauschen. Um uns herum Oliven- und Zitronenhaine, blühende Bougainvillea und keine Menschenseele.

Gänseblümchen am Wegesrand

Es tut sich immer wieder Aussicht auf Sorrento und den Vesuv auf.

Bucht von Sorrent

Wir wandern auf dem Wanderweg nach Massalubrense, verlassen diesen aber auf einer Anhöhe und laufen abwärts durch villengesäumte Straßen bis zur Hauptstraße. Hier ist ein Café und eine Bushaltestelle. Wir haben uns die Einkehr für den Rückweg auf und gehen weiter bergab. Ein kopfsteingepflasterter Weg bringt uns hinunter Richtung Meer. Es kommen uns immer wieder Menschen in Badekleidung entgegen. Die Einsamkeit der bisherigen Wanderung scheint sich nicht fortzusetzen.

Weg hinunter zu den Bagni della Regina Giovanna

Unten erwartet und auf einer Landzunge eine der schönsten Badestellen überhaupt.

Der Legende nach traf sich hier im 15. Jahrhundert die neapolitanische Königin Giovanna II. mit ihren jungen Liebhabern.

Die Bucht ist über ein natürliches Tor im Felsen mit dem Meer verbunden.

Das Wasser herrlich klar, erfrischend und sauber. Ein Traum.

Wir kühlen uns etwas ab – ich mit einem kleinen Bad und Lennard im Schatten auf den Felsen.

Auf der Landzunge und in der Buch finden sich außerdem Überreste einer römischen Villa. Die Villa war über Treppen und überdachte Wege direkt mit der Bucht verbunden. Eine Art privater Meerespool also. Sie gehörte vermutlich dem reichen Römer Pollio Felice und wurde im 1. Jhd. AD errichtet.

Von der Landzunge hat man einen schönen Blick der Küste entlang nach Sorrent.

Wir machen uns gemütlich auf den Rückweg.

Und kommen über eine kleine Einkehr und weitere schöne Panoramen zurück in den Trubel von Sorrent.

Marina piccola Sorrent

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