Osaka – Expo 2025

Was wir bei unserer Entscheidung, Osaka als Base zu wählen, garnicht bedacht hatten: Osaka ist dieses Jahr Ausrichtungsort der Weltausstellung. Wir kaufen uns also ein Abendticket und fahren raus nach Yumeshima, einer Insel im Hafen von Osaka. Wir haben die Hoffnung, dass es abends nicht mehr so voll ist, aber aufgrund der Temperaturen, die hier tagsüber herrschen, entscheiden sich viele für einen Besuch in den Abendstunden.

Den Besucherleitplanken und der schieren Fläche vor den Eingangskontrollen nach zu urteilen, scheint es allerdings zu anderen Zeiten noch ganz andere Menschenmassen hier zu geben.

Die Eingangskontrollen laufen japanisch effizient und zügig ab und so sind wir kurz nach 17:00h drin. Der Pavillion-Bereich wird von einem riesigen hölzernen Ring umgeben.

Schon allein das ein imposantes Bauwerk. Von oben hat man einen guten Überblick über die Pavillions und die Umgebung

Die Pavillions von außen sind an sich schon Kunstwerke. In den meisten Fällen müssen wir uns auch mit der Außenansicht begnügen, da sich vor so gut wie allen Pavillions lange Schlangen bilden, um reinzukommen.

Wir schauen bei Malaysia und Australien rein, da hier die Schlangen noch einigermaßen überschaubar sind und sich schnell voran bewegen.

Auch bei Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind wir kurz zu Gast.

Relativ schnell sind wir allerdings völlig überfordert von der riesigen Fläche und dem Angebot an Möglichkeiten. Wir sind definitiv zu schlecht vorbereitet auf diesen Besuch. Haben keine Reservierungen gemacht bei Pavillions, die sich lohnen und keine Route ausgetüftelt, die das optimale Gleichgewicht findet zwischen kurzen Wegen und maximalen Erfahrungen.

Hungrig und platt streichen wir nach ein paar Stunden die Segel. Auf dem Rückweg zur U-Bahn bekommen wir noch eine sehenswerte Vorführung im Umgang mit großen Menschenmassen und der meisterhaften Führung von Besucherströmen. Mit uns zusammen treten Hunderte weitere müde Besucher den Rückweg an. Damit nicht zu viele gleichzeitig an der U-Bahn ankommen, werden wir in einem großen Bogen einmal um das ganze Ankunftsgelände herum geleitet. Beim etwa 1 km langen Marsch zieht sich die Menschenmasse so auseinander, dass immer nur so viele bei der U-Bahn ankommen, dass sie vom nächsten Zug abtransportiert werden können, ohne dass Gedränge entsteht. Faszinierend! Okay, die Tatsache, dass es überall Ordner gibt, dass alle zwei Minuten ein leerer Zug kommt, dass niemand schiebt und drängelt, tut das Übrige dazu – aber trotzdem, es ist eine Kunst der Organisation, wie es sie nur in Japan gibt.

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