Tempel und Schreine

Selbst in den lebendigsten, schrillsten Vierteln stößt man auf einmal auf kleine oder auch größere Schreine – Oasen der Ruhe im Getümmel, wohin die Menschen für eine kurze Verschnaufpause von ihrem hektischen Alltag und ein kleines Gebet kommen.

Schreine gehören zum Shintoismus. Im Shinto werden diverse Gottheiten (Kami) verehrt. Diese können Pflanzen, Tiere, Menschen, Berge, Gewässer etc. sein. Schreine erkennt man an den Torii, den (meist) zinnoberroten Torbögen.

Vor dem Gebet wirft man eine Münze in den Kasten, läutet die Glocke, verbeugt sich zweimal und klatscht zweimal in die Hände. So stellt man sicher, dass die Götter dem stillen Gebet Aufmerksamkeit schenken.

Tempel gehören zum Buddhismus. Dieser kam über China und Korea auch nach Japan. Die beiden Religionen existieren hier friedlich nebeneinander. Die Japaner:innen scheinen eher entspannt mit ihrem Glauben umzugehen. Sie beten mal im Tempel mal im Schrein. Glücklicherweise erhebt keine der beiden Religionen einen Exklusivanspruch. Charakteristisch für Tempel sind große Eingangsportale meist gesäumt von Wächterstatuen. Bei Tempeln gibt es außerdem Friedhöfe, bei Schreinen nie. Des Weiteren gibt es in der Regel ein Gefäß mit Räucherstäbchen.

Gotokuji Tempel Tokio – mit den Katzenstatuen, die Glück bringen sollen

Shitennoji Tempel Osaka

Sumiyoshi-Taisha Schrein – Osaka

Categories


Recent Posts