Der Name hat seinen Ursprung in der Ainu Sprache, der Sprache der Ureinwohner Hokkaidos. Er kommt vom Wort „siretok“, was soviel wie das „Ende der Welt“ bedeutet. Eine treffende Bezeichnung, denn der Park liegt ganz im nordöstlichsten Zipfel der Insel. Im Winter treiben Eisschollen aus dem Norden bis vor die Küste des Parks. Kaum zu glauben, den bei unserem Besuch sind es sommerliche 25 Grad.
Wir beginnen unseren Besuch mit einer kleinen Wanderung vom Besucherzentrum an die Küste zu einem von den Klippen stürzenden Wasserfall.

So richtig viel Wasser fließt nicht im Moment. Im Winter ist hier alles schneebedeckt und der Wasserfall ein Schleier aus Eis.

Weiter geht unsere Entdeckungstour zu den 5 Seen. Bevor wir uns auf die kleine Wanderung machen dürfen, müssen wir allerdings zunächst ein Formular ausfüllen und an einer 15 min. Informationspräsentation teilnehmen, wie man Begegnungen mit Bären vermeidet und wie man sich verhalten sollte, falls es doch zu einem Aufeinandertreffen kommt. Die Präsentation beginnt mit er Info, dass am 14. August 2025 ein Wanderer hier im Park von einem Bären angegriffen und getötet wurde. Schluck. Es folgen allerlei Infos zu wie mache ich mich bemerkbar (lautes Klatschen, etc.) und was mache ich, wenn ich einen Bären sehe (auf keinen Fall wegrennen sondern sich langsam zurückziehen), wenn der Bär angreifen sollte (ebenfalls nicht wegrennen, sich in „defensive position“ auf den Boden legen und das Beste hoffen!).
Nach der Vorstellung haben wir gehörig Respekt und werden mit leicht mulmigen Gefühl auf den Weg geschickt. Wieder mal sind wir sehr glücklich, dass wir unsere Bärenglocke haben und nicht dauernd in die Hände klatschen müssen.
Nebenbei schaffen wir es, wenigstens etwas die Natur und die 5 Seen zu genießen.


Augen und Ohren dabei aber immer aufgesperrt, auf sich eventuell nähernde Bären hörend.


Wir sehen einen Reiher und abgefahrene orangene Pilze – glücklicherweise keinen Bären!


Wir sind dann aber doch auch ganz froh, als wir bei dem mit Elektrozaun (!) gesicherten, erhöhten Holzpfad ankommen. Hier darf man auch drauf, ohne vorher die Sicherheitsunterweisung durchlaufen zu haben.

