Kadıköy liegt auf der asiatischen Seite Istanbuls und ist DIE Adresse für cool. Nach dem Gezi-Protesten 2016 hat sich die Szene für alternative Kneipen, Bars und Diskotheken auf die andere Seite des Bosporus verlagert. Seitdem gentrifiziert sich das bis dahin ärmliche Viertel. Das macht es natürlich auch total charmant. Dort ist auch ein Hotspot für Murals, von denen viele im Zuge regelmäßiger Festivals entstehen. Die Autor*innen einen Blogs (hierdadort.de) haben freundlicherweise eine Route und etwas Text zu den Werken erstellt, die ich abgelaufen bin.
Auf dem Wasser ist viel los: Städtische Fähren, Privatyachten und Seetaxis stampfen um die Wette durchs Wasser und es wird hier genauso gedrängelt, wie auf der Straße.

Ich war mir nicht sicher, wie sichtbar die Werke sind, aber die meisten füllen die fensterlose Fassade eines mehrstöckigen Hauses – das kann nicht mal ich übersehen. Hier ein paar Ansichten:





Und dieses Werk hier unten habe ich wie eine Bekloppte gesucht, und schon schräge Blicke geerntet, wie ich mit meiner orangefarbenen Jacke und orangefarbenem Rucksack die Straße auf und ab laufe, Augen auf dem Handy oder in der Luft, nur nicht beim Verkehr…

Um dann zu verstehen, dass jetzt ein Haus an die Fassade angebaut wurde. Wie schade. Aber vielleicht Konservierung auf istanbuler Art.
Und die Rückfahrt findet im Sonnenuntergang statt.




