Die Reise an die Côte Bleue, den Küstenabschnitt westlich von Marseille, beginnt für uns am Bahnhof Arenc-Mediterranée – ein graffitibeschmierter Gleisabschnitt inmitten der imposanten Hochhaus-Architektur des Hafengebiets.

Wenn man die ausgedehnten Hafenanlagen dann mal hinter sich gelassen hat und auch den ersten Halt – L’Estaque – wird es spektakulär. Die Bahnstrecke kann es locker mit Cinque Terre, Glacier Express und anderen Traum-Eisenbahnstrecken aufnehmen. Über diverse Viadukte, führen die Gleise direkt am Felsen über dem Meer entlang.

Wir fahren bis La Redonne-Ensuès, wo zusammen mit uns gefühlt der halbe Zug aussteigt. In einer ziemlichen Herde trecken wir vom Bahnhof oberhalb des Ortes hinunter Richtung Meer. Wir befürchten schon, dass die anderen ebenfalls an der Küste entlang nach Carry-Le-Rouet wandern wollen. Aber glücklicherweise gehen die Massen geradeaus weiter als wir rechts in den Wanderweg abbiegen.

Die Wanderung führt auf und ab aus Redonne hinaus. Vorbei an türkisblauen Buchten und schnuckigen Häusern.


In der Ferne sind die Hochhäuser von Marseille zu erkennen, wo wir vorhin losgefahren sind. Es scheinen Welten zu liegen zwischen dort und hier – nicht nur eine halbstündige Zugfahrt.

Beim Abstieg zur Calanque des Eaux Salés, unterqueren wir eines der riesigen Eisenbahn-Viadukte.

Und sind leider schon viel zu schnell in Carry-Le-Rouet angekommen.

