The Peak

Der Tag ist ziemlich diesig, aber die Zeit hier ist knapp und morgen ist es bestimmt auch nicht besser, also fahren wir hinauf auf den Peak. Die in unserer Vorstellung idyllische Fahrt hinauf in die luftigen Wohngebiete der reichsten Hongkonger mit einer fast leeren historischen Seilbahn entpuppt sich leider als Illusion. Wir sind nicht die einzigen, die da hoch wollen. Nein, die Schlange vor der Talstation ist so lang, dass sie über die Straße reicht. Aber der britische Einfluss hat sich unverkennbar im organisierten Management von Warteschlangen niedergeschlagen und so schlängeln wir uns in von Londoner Sehenswürdigkeiten nur allzu bekannten Absperrlabyrinthen langsam in Richtung Ticketschalter. Als wir die Tickets haben sind wir 3 Trams später auch schon dran. Von den bemundschutzen Ordnern/Einweisern/Helfern liebevoll immer an die richtige Stelle geschoben. Die Tatsache, dass hier alle, die irgendwie mit Menschenmengen in Kontakt kommen, Mundschutz tragen, läßt einen schon fragen, was man sich hier wohl so alles einfangen kann.
Die Fahrt hinauf ist steil. Wirklich steil. Läßt Stuttgarter Zacke und Seilbahn regelrecht verblassen.
Die Aussicht oben ist gigantisch. Besser gesagt, sie könnte gigantisch sein. Wie uns diverse Tafeln vor Augen führen, die zeigen, was man von hier oben an einem klaren Tag alles sehen kann. Nun, der dunstfreie Weitblick ist uns heute nicht vergönnt. Man hat Mühe, die Wolkenkratzer auf der Kowlooner Seite zu erkennen. Dennoch ist der Blick hinunter beeindruckend. Und ja, die Luft ist frischer hier oben. Nicht so schwül und stickig wie unten.

