Unsere erste Fahrt mit dem Shinkansen seit wir hier sind geht von Tokio nach Nagoya. Nach etwas Suchen finden wir im trubeligen Tokioter Bahnhof dann auch das richtige Gleis. Wir haben keine Sitzplätze reserviert, müssen uns also in den Abschnitt stellen, wo die Wagen mit den nicht-reservierten Plätzen halten. Es sind die Wagen 1-5. Auf dem Bahnsteig ist genau gekennzeichnet, wo die Türen aufgehen und welcher Wagen wo hält. Man stellt sich dann in die Warteschlagen für die Tür, in die man einsteigen möchte – schon vor der Zug überhaupt da ist. Wenn der Zug einfährt, wird zügig ausgestiegen und dann nacheinander ohne Gedrängel eingestiegen.

Drinnen ist es recht geräumig. Man hat ziemlich viel Beinfreiheit.

Die Fahrt ist wirklich rasant. Vor allem zuckelt der Zug nicht erst im Schneckentempo aus dem Bahnhof raus, sondern nimmt sofort Fahrt auf. Die Haltestellen werden auch alle auf Englisch angesagt: “We will shortly make a brief stop at Yokohama station” und dann wird man gebeten, sich schon vorher bereit zu machen und nicht erst, wenn der Zug hält. So klappt das dann auch mit dem zügigen Ein- und Aussteigen.
Lustig ist auch, dass sich der Schaffner immer nochmal umdreht und verbeugt, bevor er den Wagen verlässt und in den nächsten weitergeht.
Am Bahnhof haben wir uns noch Zug-Bentos besorgt. Das sind Lunchboxen für unterwegs nach japanischer Art. Mit Fleisch, Reis und Gemüse. Wie immer formvollendet arrangiert:

