Wegen eines Taifuns in Südkorea können wir erst einen Tag später nach Hause fliegen. Zeit, die letzten drei Wochen nochmal Revue passieren zu lassen.
Japan hat uns begeistert. Mit seiner Schönheit und Vielseitigkeit. Mit seinen vor Leben sprühenden Metropolen, seinen abwechslungsreichen Landschaften, seinen üppig grünen Wäldern, seiner Kultur. Man könnte hier Monate zubringen. Es gibt so viel zu entdecken und erleben. Die Menschen sind unglaublich freundlich, aufmerksam, rücksichtsvoll und hilfsbereit. Oft liest man, dass Japaner den Kontakt zu Ausländern scheuen, weil sie sich des Englischen nicht mächtig fühlen oder unsicher im Umgang mit anderen Kulturen sind. Wir haben so viele Menschen getroffen, die offen und kontaktfreudig waren, die gut Englisch gesprochen haben und selbst wenn nicht, doch bemüht waren, irgendwie zu helfen und sei es mit Hilfe von Google Translate.
In Erstaunen versetzt uns immer noch, wie gut hier alles organisiert ist. An jede Kleinigkeit ist gedacht. Das machte das Reisen und den Aufenthalt hier für uns sehr angenehm. Es ist definitiv ein leicht zu bereisendes Land. Man kommt – auch außerhalb Tokios oder Kyotos – ohne Japanisch-Kenntnisse klar. Die wichtigsten Infos stehen immer irgendwo auf Englisch oder werden zumindest auf Englisch durchgesagt.
Wir haben noch soviel NICHT gesehen (den Fuji wegen Wolken zum Beispiel) und erlebt (in einem Kapsel-Hotel übernachten, einen Sumo-Kampf etc.). Aber auch so viele tolle Dinge erlebt, die einzigartig waren.
Das Essen war immer lecker. Das Grundnahrungsmittel Ramen, immer lecker, immer günstig.

Liebevollst zusammengestellt Bentos für unterwegs:

Tempura. Wer hätte gedacht, dass Blätter so lecker schmecken können.

Okonomiyaki, das japanische Omelett, hier auf dem Tischgrill fertig gegart.

Yakiniku, mit fortschrittlichem Auswahl- und Bestellprozess per Tablet.



In Bar-Restaurants, haben wir am Anfang immer den Fehler gemacht, nur eine Sache zu bestellen. Auf den Karten sahen die Portionen immer viel größer aus. Aber es kommt nur eine kleine Portion von etwas. Wir haben also gelernt, gleich mehreres zu bestellen, was in Fukuoka ungläubige Blicke eines Trupps Engländers am Nebentisch auf uns zog ob des Umfangs unserer Bestellung. Die Ramen und Rice Bowls, die wir noch bestellt hatten, haben leider nicht mehr auf’s Bild gepasst. Bekommen haben wir auch noch Gyoza. Da wir nicht mehr so genau wussten, was wir alles bestellt hatten, haben wir sie gegessen. Als die Engländer nebenan den Kellner nach ihren vor längerem bestellten Gyoza gefragt haben, ist uns gedämmert, dass sie vermutlich gar nicht für uns waren und fälschlicherweise an unserem Tisch gelandet sind….ähem.

Kundenfreundliche Öffnungszeiten

Die Auswahl erleichternde Essensnachbildungen

Grundsätzlich haben wir festgestellt, dass die Sachen oft anders schmecken als erwartet. Was süß aussieht, ist am Ende salzig, was deftig aussieht, schmeckt süß. Hier ein wie Pumpernickel aussehendes Brötchen mit Curry-Füllung:

Salzstangen mit Salat oder Tomatengeschmack

Auch sehr merkwürdige Dinge wie diese Füße von irgendeinem Federvieh (Strauß??? – oder doch Velociraptor???)

Gemütliche Tatamis

Allgegenwärtiges Schicksal für 100 Yen

Kleine Schreine hier und dort

Auch in den Großstädten viele Fahrradfahrer. Besonders zum Kindertransport ist das Zweirad sehr beliebt.

Kunstvolle Gullideckel:

Farbige Orientierungshilfen zu Einstiegsstellen auf Bahnsteigen

Heidenspaß beim Karaoke

Unbedingt weitere Erwähnung wert sind die Toiletten. Definitiv finden sich hier die saubersten Bahnhofsklos der Welt:

Waschbecken über dem Spülkasten, damit das nachlaufende Wasser noch zum Händewaschen verwendet werden kann

Abgefahrene Spielereien wie sich selbst öffnende Klodeckel, wenn man die Toilette betritt… und Klopuschen

Das alles und noch viel mehr ist Japan für uns. Bis bald!
