This is something else….

Japan löst viele Assoziationen aus und ein – nicht selten widersprüchliche:

  • Die für unsere Sicht stark uniformisierte Kleidung (Schuluniformen, Businessanzüge) versus krasse Cosplay-Outfits, die zum Alltagsbild in den Straßen gehören.
  • Straffe Reglementierung des Zusammenlebens (markierte Bereich vor den Zugtüren für ein- und aussteigende Fahrgäste, Baderegeln im Onsen, Handynutzung im öffentlichen Raum etc.) gegen große radfahrerische Freiheiten: kein Helm, kein Licht und Radelerlaubnis überall dort wo ein Lenkstange durchpasst.
  • Tief verinnerlichte Rücksichtnahme auf die Mitmenschen (kein Vordrängeln, kein Ellbogen, kein Schieben und Schubsen, keine Gereiztheit, öffentliche Orte und Örtchen sind blitzsauber) aber nicht so sehr die Umwelt: Die Menschen scheinen nur von Momentanbedarf zu Momentanbedarf zu leben. Es gibt kaum Supermärkte, aber dafür an wortwörtlich jeder Ecke Convenience Stores (jap. Konbini), wo es alles für den täglichen Sofortbedarf gibt – in Single-Portionen. Für den Durst zwischendurch gibt es an der nächsten Ecke Automaten, die alles an Heiß- und Kaltgetränken beherbergen, was man sich wünschen kann – und das alles für wenig Geld. Das ist super komfortabel, lastet aber auf dem ökologischen Gewissen.

Ganz ohne Aber:

Japan macht es Touristen sehr sehr leicht, selbständig zu sein. Beschilderung und Lenkung von Besucherströmen im ÖPNV sind idiotensicher; Bezahlen ist (fast) überall elektronisch und/oder App möglich; und wenn man gar nicht weiter weiß, hilft eine freundliche Person auf Englisch.

Hier ein paar Kuriositäten:

Hello Kitty ist allgegenwärtig: als Tasche, als Taschentuch, als Plüschanhänger, auf T-Shirts und Handyhüllen – und zwar bei Frauen jeden Alters!

Komme niemand auf die Idee, einfach mal so ein Schloss anzubringen! Sie müssen im Voraus bestellt werden, werden dann einheitlich graviert und dann darf man sie anbringen – an der dafür vorgesehenen Stelle. Und alle halten sich daran.

Diese Figürchen sitzen auf einem Geländer, einfach so.

Dazu fällt mir ehrlich gesagt nichts ein.

Bei 35 Grad im Schatten – DIE Erfindung schlechthin. Wer diese praktische Halterung nicht hat, nimmt den Schirm einfach in die Hand.

Ich weiß nicht, was es ist, aber wenn jemand Interesse hat, können wir ein Probiertütchen mitbringen.

Es gibt nichts, was es nicht auch mit Matcha gibt.

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