Am dritten Tag in Monteverde vertrauen wir uns dem ganzheitlichen Angebot eines Abenteuerparks an.
Das Programm sieht als erstes die Canopy-Tour vor. Das ist quasi ein Rundflug um das gesamte Areal an Seilrutschen, von denen manche mehrere hundert Meter lang sind. Ein Mitglied unserer Familie sieht diesem Adrenalinkick mit gemischten Gefühlen entgegen, ein anderes mit ungetrübter Vorfreude. Auf jeden Fall sind wir gerüstet.

Nach einer kurzen Einführung zur Strecke und wie man bremsen muss, dürfen wir uns im Gänsemarsch auf die erste Plattform begeben. Und dann geht es schnell: Routiniert werden wir in gebührendem Abstand ins Seil gehängt und auf die Reise geschickt, bevor noch jemand einen Rückzieher machen kann. Die ersten 2 Bahnen sind Luftgewöhnung. Dann kommt die erste lange Strecke mit 800 Metern, die wir im Tandem überbrücken: wer hinten sitzt, muss die Beine über die Oberschenkel des/der Vorderen schlingen. Mit einem ermutigenden Klaps werden wir auf die Reise geschickt. Und wow!
Über den Baumkronen scheint die Zeit still zu stehen und gleichzeitig zu beschleunigen. Wir fliegen über und durch alle Schattierungen von Grün, Böen reißen an uns, so stark, das wir denken, sie bringen uns zum Stillstand, aber die Schwerkraft ist stärker und wir nehmen wieder Fahrt auf, zurückgelehnt, den Blick am Horizont, den Wind in den Ohren, Leichtigkeit im Körper. Bis die Plattform naht und die Fahrt gebremst wird, so dass wir sanft mit den Füßen aufsetzen. Einmal durchatmen – und weiter. Wir wollen mehr!


Von unten sieht es so aus:

Wem das nicht reicht, kann den letzten Kilometer bäuchlings à la Superman überbrücken…

