Neben dem Waimea Canyon hat Kauai noch eine weitere Sehenswürdigkeit der Sorte “1000 places to see befor you die” zu bieten: die Napali Coast. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Napali Coast zu sehen: Helikopter, Boot, zu Fuß. Da der Helikopter nicht unsere Art ist, Naturschönheiten zu erkunden und auch nicht ganz unser Budget, entschließen wir uns für Möglichkeit 2 und 3. Aber erstmal zu Fuß:
Man kann ein Stück an der Napali Coast entlang wandern, auf dem Kalalau Trail bis ins Kalalau Valley. Dort kann man dann zelten und dann wieder zurücklaufen. Dummerweise braucht man dafür ein Permit und noch dummerweiser waren bereits alle Permits ausverkauft, als wir uns Mitte Mai (!) darum kümmern wollten. Und ohne diese blöde Permit darf man auch nicht mal laufen, soweit man als Tagesmarsch kommt, sondern man darf nur die ersten 2 Meiilen des Trails (insgesamt 11) laufen und dann noch ein Stück landeinwärts zu einem Wasserfall. Wenn das mal nicht diktatorische Züge hat! Aber gut, man will sich ja als Tourist auch nicht unbedingt mit der wenig verständnisvollen Staatsgewalt anlegen….
Aber auch die ersten 2 Meilen sind schon ziemlich gut und unbedingt lohnenswert.

Unten das türkisfarbene Meer, oben die grünen Berge, vorne die Klippen der Küste.

Nach 2 Meilen erreicht man dann das Hanakapiai Valley. Mit schönem Strand und glasklarer Lagune.


Von dort geht es dann landeinwärts 2 mühsame Meilen am Fluss entlang – und auch öfter mal über den Fluss und wieder hinüber – zu einem Wasserfall.

Und das Wasser sieht nicht nur aus, als könnte man darin baden, sondern man kann es auch. Ich habe kurz überlegt, ob ich soll, aber mir dann gedacht, hey, wann bietet sich schon mal wieder so eine Gelegenheit. Es war herrlich erfrischend, das Wasser ziemlich kalt, aber der Blick nach oben – Wahnsinn!

Wenn es das Paradies auf Erden gibt, dann muss es irgendwo hier in der Nähe sein….
