Klopuschen, Geräuschprinzessinnen, Kapselhotels, Katzencafés, Großstadtangeln – Japan ist nicht nur das Land von Manga, Cosplay und Anime. Hier gibt es offensichtlich noch ganz viele andere abgefahrene Sachen. So jedenfalls das Ergebnis unserer Reiseführer-Lektüre und bestätigt durch diverse Japanreisende.
Klopuschen – ganz wichtig. Drinnen zieht man sich ja gewöhnlich die Schuhe aus. Aber wer will dann schon mit Socken oder gar barfuß auf‘s Klo? Eben. Klopuschen schaffen hier Abhilfe. Die Pantoffeln stehen vor dem Klo, man zieht sie an, bevor man das stille Örtchen betritt und danach unbedingt wieder aus. Mit Klopuschen irgendwo außerhalb des vorgesehenen Bereichs rumzulaufen gehört wohl zu den größten Faux-pas, die sich Ausländer so leisten.
Geräuschprinzessinnen – bleiben wir beim Thema. Der Japaner hat offensichtlich eine eher unentspannte Haltung zu körperlichen Ausscheidungen und damit verbundenen Geräuschen. Im japanischen Hightec-Klo gibt es daher nicht nur Bidetfunktion von vorne und hinten, Fön, beheizbare Klobrillen etc. sondern auch ein Gerät, das unverfängliche Geräusche produziert um eventuell unappetitliche echte Geräusche zu übertönen.
Kapselhotels – der Platz ist knapp. Wozu geräumige Hotelzimmer, wenn man doch eigentlich nur ein Bett braucht? Gut, vielleicht noch eine Lampe und einen Fernseher. Diese Hotels bestehen aus Kojen, nicht viel größer als das Bett darin. Wollen wir unbedingt mal ausprobieren.
Katzencafés – rent a pet. Wo der Platz knapp ist, ist auch kein Platz für ein Haustier. Wenn man das Bedürfnis nach Tieren hat und etwas zutraulichere Tiere als im Zoo sucht, wird man in Katzen-, Eulen-, Meerschweinchen-Cafés fündig. Hier kann man gemütlich ein paar Stunden beim Latte Macchiato Kleingetier streicheln und dann wieder gehen.
Großstadtangeln – after-work fishing. Auch der Städter verspürt wohl manchmal das Bedürfnis, naturnahe Tätigkeiten wie Angeln zu betreiben. Nun hat aber ja nicht jeder Zeit, auf’s Land raus zu fahren zum Angeln. Man kann sich daher auch nach der Arbeit an ein Betonbecken einer ganzen Betonbeckenlandschaft setzen und dort solange die Angel reinhalten, bis man was gefangen hat. Die Fische wurden vorher reingekippt und müssen auch nach dem Fang wieder reingeschmissen werden. Wie oft man einen Fisch wohl angeln kann, bevor er hinüber ist?
Wir sind gespannt, welche anderen abgefahrenen Dinge wir noch finden, wenn wir erst dort sind!
