Big Island – Hawaii

Nach Überfliegen der Datumsgrenze sind wir hier quasi angekommen, bevor wir losgeflogen sind. Mit Jetlag hatten wir nicht groß zu kämpfen. Der Zeitunterschied ist nur 2 Stunden – nach ja, eigentlich sind es 22. Aber das merkt man ja nicht, ob nun ein Tag früher oder später ist…

Nach dem Landen in Honolulu standen wir erstmal ewig in der Schlange, denn augenscheinlich wollte halb Japan vor uns in die USA einwandern. Nach uns kam dann halb Südkorea. Wir stachen ziemlich raus, denn wir waren die Einzigen, die Wanderschuhe und lange Hosen anhatten. Dafür hatten wir – ja sowas gibt es – eine sehr freundliche Einreisebeamtin. Man fühlte sich immerhin nicht vollkommen wie ein Schwerverbrecher sondern doch nur des minderen Vergehens schuldig, in diesem Land Urlaub verbringen zu wollen.

Ein kleines Flugzeug brachte uns dann weiter nach Kona, unserem Ziel für die ersten 4 Wochen. Der Flughafen von Kona rief große Belustigung vor allem bei Lennnard hervor: “Hier gibt es ja garkein richtiges Terminal!” Und in der Tat, das “Terminal” sind ein paar überdachte Bereiche für Toiletten, Warteraum, Gepäckausgabe. Keine einzige Glasscheibe und alles offen. Na ja, wer braucht das auch hier. Müsste man ja eh nur wieder mühsam klimatisieren. Da läßt man es am besten gleich weg, denn kalt wird es hier wohl nie. Denn wir sind hier auf der trockenen Seite der Insel. Der ganze Regen fällt im Osten auf der anderen Seite der Vulkane. Mauna Kea und Mauna Loa ragen immerhin um die 4000m in die Höhe. Oberhalb des Meeresspiegels. Darunter sind nochmal zwischen 5000 und 6000m. Man ist hier also stolz auf die eigentlich höchsten Berge der Welt. Tut mir also leid für diejenigen unter Euch, die schon auf dem Mount Everest waren! Ihr wart garnicht auf dem höchsten Berg!

Die ersten paar Tage machen wir dann einfach mal NICHTS. Na ja, nicht viel jedenfalls…

Kona – ja richtig, hier findet der Iron Man statt! Und hier kann man natürlich auch als Möchtegern-Triathlet super Freiwasserschwimmen. Gleich neben dem Pier sind ein paar Bojen aufgereiht an denen man sich die ersten 200m orientieren kann, bevor man hinausschwimmt in den großen weiten Ozean. Unter einem Korallen und alle möglichen tropischen Fische. Es ist wie Schwimmen im Aquarium. Wahnsinn. Das erste Mal konnte ich mich garnicht richtig auf’s Schwimmen konzentrieren, weil ich so fasziniert war von den bunten Fischen.

Wenn die Wellen dann doch mal zu hoch sind, kann man auch ins Becken ausweichen. Das gibt’s hier auch. Und das Beste: es kostet nichtmal Eintritt.

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