Wir haben schon einiges investiert, um den hier heimischen Tieren auf die Spur zu kommen und viele davon hier vorgestellt. In diesem Beitrag soll es um die Haustiere gehen.
Da wären Ameisen. Die ersten haben wir schon in San José kennengelernt: sie sind vielleicht 1 mm lang, dünn wie ein Haar und überall. Sie haben uns gelehrt, alles, wirklich alles, was nicht hermetisch verpackt ist, im Kühlschrank zu verwahren.
In der rustikalen Cabaña von La Fortuna haben wir eine ganze Ameisenstraße angelockt, weil wir den Müll mit hohem biologischen Anteil im Häuschen haben stehen lassen. Diese Goliath-Version einer Ameise haben wir erst mit Spinnen verwechselt, und die erste Begegnung fiel entsprechend pulsbeschleunigend aus.
Ein Standortwechsel des Abfalleimers hat auch ein Umlenken der Ameisen bewirkt und uns diese Begegnung beschert:

Ich habe sie beim Mülleimer angetroffen, wo sie dabei war, sich an den Ameisen gütlich zu tun. Sie schaute zu mir hoch mit einem Blick, in dem etwas lag in der Art „Musst Du jetzt hier lang kommen“ oder „erwarte nicht, dass ich teile“ und ließ weiter die Zunge nach der Beute schnellen.
Natürlich darf auch diese illustre Art nicht fehlen. Sie torkelte direkt an der Eingangstür vorbei.


Dieses Exemplar war nicht direkt ein Haustier, sondern eher Straßenbegleitgrün auf dem Weg nach Monteverde.

Ansonsten hatten wir bis jetzt in jeder Unterkunft unseren ganz privaten Gecko – oder mehrere, das lässt sich schwer sagen. Und die haben hoffentlich die Spinnen, die wir auch haben, in Schach gehalten und vielleicht auch die eine oder andere verirrte Ameise.
Nichts aber toppt unsere jetzige Wohnung in Sachen Diversität. Zusätzlich zu den genannten Arten besuchen uns im Tagesverlauf reihum:




Außerdem ein Skorpion, ein Kolibri und Brüllaffen, letztere allerdings nur stimmlich.
Und auf dem Weg zum Strand, der durch ein kleines, trockenes und gar nicht beschauliches Wäldchen führt und das Meer nicht mal in Riechweite ist, leben Loch an Loch Unmengen von Krebsen.

Wie von einer unsichtbaren Bugwelle geschoben schlüpfen vor uns ins Versteck und wagen sich in unserem Kielwasser wieder heraus.
Wir sind auf weitere Besuche gespannt.
