Playas

Mittlerweile sind wir an der Pazifikküste angekommen. Unsere erste Station ist Playa Hermosa im Norden der Nicoya-Halbinsel. Die Hitze und Feuchtigkeit nimmt am Meer nochmal andere Dimensionen an. Wir sind froh über die Deckenventilatoren, den Ventilator auf der Terrasse und manchmal auch die zumindest in einem Zimmer funktionierende Klimaanlage für kurzzeitige Abkühlung. Von unserem Häuschen sind es 5 min. zum Strand durch das unten beschriebene Wäldchen mit den Krebskolonien. Morgens werden wir von krähenden Hähnen und dem Geschrei der Brüllaffen geweckt.

Der Strand ist vielleicht nicht Top of the League in der Kategorie Traumstrände, eignet sich aber aufgrund der moderaten Wellen gut zum Schwimmen. Wobei das Wasser kaum Abkühlung bringt. Es hat 31 Grad.

Der ganze Ort ist etwas verschlafen und wirkt, als hätte er die besten Zeiten hinter sich. Weswegen die Touristenmassen hier nicht zu finden sind. Alles sehr beschaulich. Die Abendstimmung und der Sonnenuntergang können sich zweifellos sehen lassen.

Auf unserem Weg nach Süden machen wir auf Empfehlung unseres Autovermieters einen Zwischenstopp in Sámara. Hier ist schon etwas mehr Leben, was wohl der besseren touristischen Infrastruktur geschuldet ist. Hier gibt es Hotels am Strand, Surfschulen, Bars. Wir haben uns in einem kleinen Hotel direkt am Strand einquartiert.

Zum Schwimmen sind die Wellen zu hoch, aber Bodysurfing kann man hier wunderbar machen.

Am nächsten Morgen geht es weiter der Küste entlang nach Süden. Heute müssen wir 330 km bis zu unserer nächsten Station zurücklegen, was einer mittleren Weltreise hier entspricht. Es läuft alles ganz gut und flüssig, bis wir auf die Interamericana kommen. Die ist in diesem Abschnitt nur 2-spurig und es ist viel Verkehr. Zwischendurch staut es sich immer wieder. Grund dafür sind abartig tiefe Schlaglöcher mitten auf der Schnellstraße, vor denen alle auf Schrittgeschwindigkeit runterbremsen müssen um keinen Achsenbruch zu riskieren. Nach 7 Stunden Fahrt erreichen wir etwas gerädert unser Ziel Uvita. Wir haben ein schnuckiges Tiny House in Form eines großen Fasses, nur einen Steinwurf entfernt vom kilometerlangen Sandstrand des Marino Ballena Nationalparks.

Der Park hat seinen Namen (Ballena = Wal auf Spanisch) von den hier im Herbst vorbeiziehenden Walen und von einer dem Park vorgelagerten Sandbank in Form einer Walflosse.

Unser Gastgeber Luis gibt uns noch den Hinweis, dass man von uns aus direkt zur Sandbank laufen kann, immer am Strand entlang. Aber nur bei Ebbe – und die sei morgen um 7:58 Uhr. Bis 10:00 Uhr hat man Zeit zurückzulaufen.

Das frühe Aufstehen hat nicht nur den Vorteil, dass es noch nicht SO heiß ist, sondern die Stimmung ist immer ganz besonders, wenn die Feuchtigkeit der Nacht oder des Vorabends in der Luft liegt und der Nebel langsam von der Sonne aufgelöst wird.

Die ganzen 3 Kilometer hin zur Sandbank, die kleine Badepause dort und den ganzen Weg zurück begleitet uns ein süßer, treuherziger Streuner.

Der Strand hat wahrlich Traumstrand-Niveau. Kokospalmen, heller Sand, kein herumliegender Müll.

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