Abel Tasman National Park

Den Abel Tasman Coast Track – eine weitere 4-Tageswanderung – teilen wir uns auf. Ich laufe den ersten Tag und wir treffen uns dann abends auf dem Campingplatz. Dieser ist direkt am Meer und nur auf dem Track oder über eine Schotterstraße zu erreichen. Ziemlich groß, aber um diese Jahreszeit fast leer. Von den 850 (!) Plätzen (die in der Hochsaison verlost werden), sind nur etwa 15 besetzt. Strom und warmes Wasser gibt es hier nicht. Ist aber nicht so schlimm, denn hier ist es auch nachts nicht so kalt. Näher werden wir dem Freedom Camping nicht kommen. Von dort läuft Carmen dann die nächsten zwei Tage auf dem Coast Track. Weil es leider mit den Gezeiten gar nicht hinhaut und man einen bestimmten Teil des Tracks nur bei Ebbe begehen kann, muss sie ein Stück mit dem Wassertaxi fahren.

Abends in der Hütte schmeißen dann ein paar Kiwi-Jungs eine Runde frisch geernteter Miesmuscheln. Sie kennen sich gut aus mit allem, was Essbar ist. Von ihnen lernen wir: There’s food everywhere. Auch ich treffe sie am nächsten Tag in der nächsten Hütte. Zusätzlich zu den gesammelten Meeresfrüchten haben sie noch Tonnen von Essen dabei. Berge von Fleisch werden da auf den ebenfalls mitgebrachten Campingkochern zubereitet. Während alle anderen ihr gefriergetrocknetes Essen schnell mit Wasser anrühren, verbringen sie etwa eine Stunde damit, ein Menü zuzubereiten, das jedem Sternerestaurant Konkurrenz machen könnte…Die Reste werden großzügig an die anderen Hüttengäste verteilt. 

Der Coast Track ist wunderschön. Das Meer ist mal azurblau, mal smaragdgrün. Es gibt menschenleere sandige Buchten, die geradezu dazu einladen, sich die Kleider vom Leib zu reißen und sich in die sanften Wellen zu stürzen. Das Wasser ist gar nicht mal so kalt. Herrlich erfrischend eher.

Categories


Recent Posts