
Unsere letzte Station auf der Südinsel. Um diese Landschaft aus Buchten und Sounds ein bisschen besser zu erleben, nehmen wir das Postboot. Denn hier gibt es in der Tat noch Grundstücke, die nur über’s Wasser erreicht werden können. Zu ihnen kommt einmal die Woche das Postboot und bringt neben der Post auch Lebensmittel und allerlei sonstiges (z.B. uns). Wir fahren also über 4 Stunden bis in die äußersten Buchten. Der Postbote (=Kapitän) scheint ein großer Tierfreund, denn er hat für jede Anlegestelle ein Leckerli für den dortigen Hund dabei. Und hier scheint jeder einen Hund zu haben. Einmal kam uns der Hund ganz schön groß vor. Hat sich dann bei näherem Hinsehen als Schwein (!) entpuppt.

Am nächsten Tag wollen wir ein Stück auf dem Queen Charlotte Track wandern. Wir haben Lennard überredet, seine erste längere Wanderung zu machen. Missmutig hat er eingewilligt. Wir lassen uns also von einem Wassertaxi in die Mitte des Tracks bringen und uns 5 Stunden später in der nächsten Bucht wieder abholen. Dazwischen liegen etwa 7 km. Die Dame bei der wir das Wassertaxi gebucht haben, hat uns versichert, dass das auf jeden Fall zu schaffen ist. Wenn man erstmal von der Bucht auf dem Track ist, sei es mehr oder weniger flach. Nun, diese Frau ist offensichtlich noch nie hier gewesen! Denn wie sich herausstellt, müssen wir die höchste Erhebung das ganzen Tracks erklimmen und dann auf der anderen Seite wieder runter. Hinzu kommt, dass das Wetter echt schlecht ist. Aus anfänglichem Nieseln wird relativ bald feiner Dauerregen. Der Weg ist matschig und rutschig voll tiefer Furchen. Lennard ist stinksauer. So richtig Spaß macht es uns zugegebenermaßen auch nicht.

Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig (15 min. vor der vereinbarten Abholzeit) zur Anlegestelle. Nur um dort zu erfahren, dass unser Boot gerade ohne uns weggefahren ist… Oh, das ist aber doof. Man erkundigt sich für uns, über Funkgerät, wie wir denn jetzt wieder auf die andere Seite kommen. Das Boot kommt nachher nochmal wieder und nimmt uns mit, erfahren wir. Auch nicht schlimm. Hier gibt es eine Lodge mit einem gemütlichen Café und eigentlich sind wir ganz dankbar, dass wir noch Zeit für ein Heißgetränk und Kuchen haben. Um Lennard etwas aufzuheitern bringt der Mann von der Lodge sogar noch einen sprechenden Papagei, der sich bereitwillig auf unsere Hand setzt und „Hello“ sagt.

