Auch bekannt als die regenreichste Stadt der USA…
Während es auf der Westseite der Insel relativ selten regnet, weil die Vulkane die ganzen Wolken im Osten halten, ist es hier schon etwas nasser. Aber wir sind jetzt seit 4 Tagen hier und geregnet hat es bisher meistens spät abends oder früh morgens. Heiß ist es vielleicht etwas weniger als in Kona, aber wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, erscheint es nicht wesentlich kühler. Dafür ist es hier eines – nämlich grün: tropischer Regenwald, Wasserfälle, Blumen, Vögel. Ach ja, und Coqui-Frösche. Die gelten hier als Pest und seit dem ersten Abend verstehen wir auch warum: sie machen Lärm. Anfangs könnte man es für Vogelgezwitscher halten. Aber nach ein paar Stunden dämmert es einem, dass wohl kein Vogel so spät abends noch so ausdauernd und lauf pfeifen würde. Diese kleinen (etwa so groß wie eine Euro-Münze) Tierchen wurden irgendwann mal aus Puerto Rico eingeschleppt und sind seither nicht mehr loszukriegen. Die Einheimischen hassen sie, weil jede Immobilie weniger wert wird, wenn es irgendwo in der Nähe einen Coqui-Frosch gibt. Dass ihnen ständig Flugzeuge und Helikopter über die Köpfe fliegen, nehmen sie da bedeutend cooler…
Aber Hilo ist nicht nur wegen des Klimas und der Frösche anders als Kona. Hilo ist eine “echte” Stadt. Kein Altenheim oder eine Ferienkolonie. Wenn man es nett sagen will, würde man es “authentisch” nennen. Die meisten würden es wohl häßlich und abgeranzt nennen. Uns gefällt es ganz gut. Die Stadt hat durchaus Charme, auch wenn der etwas angestaubt ist…
