Hokkaido

Hier haben wir das Japan abseits der großen Metropolen erlebt. Atemberaubende Natur, lange, schnurgerade Straßen ohne Verkehr, kleine Ortschaften, wo nicht alles auf Hochglanz poliert ist, wo es nicht an jeder Kreuzung einen Kombini gibt, wo man nicht alle paar Schritte ein Restaurant oder Ramenshop findet. Hier haben wir das erste Mal das Gefühl, dass man mit Englisch allein nicht weiterkommt. Als wir am ersten Abend ein Ramen-Restaurant aufsuchen, gibt es keine bebilderte Speisekarte, keine im Schaufenster ausgestellten Mustergerichte. Die Speisekarte gibt es nur auf japanisch. Die beiden Damen, die das Restaurant betreiben sind zwar sehr freundlich und hilfsbereit, sprechen aber so viel Englisch wie wir Japanisch. Das erste Mal sind wir wirklich auf die Kameraübersetzung von Google Translate angewiesen. So haben wir wenigstens eine ungefähre Idee, was wir bestellen. Die Suppen sind hervorragend. Die Soja/Salz Brühe in der die Ramen und das Gemüse schwimmt ist mit die Beste, die ich je gegessen habe.

Auch mit der Wirtin des Ryokan können wir nur über Google Translate kommunizieren. Was ihrer Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft keinen Abbruch tut. Zum Abschied bekommt jede/r von uns eine Postkarte mit den 7 Göttern des Glücks drauf geschenkt.

Da auf Hokkaido das heiße Wasser ja fast allerorts direkt aus der Erde sprudelt hat jedes Hotel einen eigenen Onsen. Dort genießen wir jeden Abend das ausgiebige Schrubben und das anschließende Bad im heißen Becken.

Die Unterkünfte sind traditionell – mit Tatamimatten ausgelegte Räume, wo nachts die Futons zum Schlafen ausgebreitet werden.

Im Supermarkt wird Whiskey in 4-Lister-Flaschen verkauft.

Und die Toiletten an den Autobahnraststätten sind Tempel mit elektronischer Anzeige der aktuell freien und besetzten Kabinen.

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